Kondensat & Schimmelbildung – Liegt es „nur“ am falschen Lüftungsverhalten?

Kondensat auf Fenster

https://www.baskervillecomunicazione.it/27-cat/dating_18.html Feuchteflecken an der Wand, Kondensatbildung an den Fensterscheiben, Schimmelpilze in der Ecke. All diese Faktoren deuten auf den ersten Blick auf ein „falsches“ Lüftungsverhalten hin. Aber kann hier nicht auch mehr dahinter stecken?

Auch wenn einem die eigene Wohnung sehr vertraut erscheint, sollte man sich trotzdem öfter über das bestehende Raumklima und das eigene Wohnverhalten Gedanken machen.

Das Raumklima wird vor allem durch die Temperatur der Luft und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Allgemein sollte eine Temperatur von 16°C in der Wohnung nicht unterschritten werden. Setzt sich nämlich die Feuchtigkeit der Luft auf kalte Wände droht hier über kurz oder lang Schimmelpilzbefall. Aber nicht nur die richtige Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wesentliche Rolle dabei. Allen voran muss regelmäßig und richtig gelüftet werden. Mehrmals täglich eine Stoßlüftung durchzuführen ist besser als ein ständig gekipptes Fenster. Auch wenn man das Fenster gekippt hält und somit im guten Glauben lüftet, kühlt dies nur die Wände aus und fördert somit wieder Schimmelbildung. Aber auch das eigene Wohnverhalten hat immense Einwirkungen auf die eigenen 4 Wände. Kochen, duschen, nasse Wäsche trocknen aber auch das schön anzusehende Aquarium belasten das Raumklima zusätzlich.

Aber liegt es jetzt wirklich Hackensack nur an mir und meinem Lüftungsverhalten?

Um zu überprüfen ob es auch eine bauliche Ursache sein könnte sollte man sich einen Experten zurate ziehen! Dieser kann mittels Wärmebildkamera (Thermografiekamera) mögliche Wärmebrücken in Bauteilen sichtbar machen. Bei Wärmebrücken handelt es sich um jene Bereiche in ihrem Gebäude, die eine erhöhte Wärmeleitung aufweisen. Das heißt, sie haben dort eine geringere Innenoberflächentemperatur und somit wieder das Risiko von Schimmelbildung.

Auch mit einer Luftdichtemessung (Blower Door Messung) kann der erfahrene Experte kleine Mängel aufspüren. Hierbei handelt es sich um eine zerstörungsfreie Überprüfung bei der mittels Über- oder Unterdruck und mit Hilfe weiterer Messgeräte (Nebelgenerator, Thermoanemometer, Thermografiekamera) Undichtheiten sichtbar gemacht werden. Denn wenn gerade im Winter feuchte Raumluft in die luftundichte Konstruktion eindringt und hier stark abkühlt, kann sich das in der Luft gebundene Wasser als Kondensat auf dem entsprechenden Bauteil niederschlagen. Das heißt wieder, Schimmelbildung und im schlimmsten Fall sogar eine Gefährdung der Bausubstanz ihres Hauses!